Niedrigschwellige Entlastungsleistungen gemäß § 45 SGB XI im Umfang von 30h

 

 

Wer hat Anspruch?

 Alle Personen mit einem Pflegegrad 1 bis 5, die im häuslichen Umfeld gepflegt werden, haben Anspruch auf einen Betrag in Höhe von bis zu 125 €/ Monat. 

 

 

Was sind Betreuungs- und Entlastungsleistungen?

 

Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen sind eine zweckgebundene finanzielle Hilfe seitens der Pflegekasse, welche sich an alle Pflegebedürftigen richtet und die zusätzlich zu den herkömmlichen Leistungen gezahlt wird. 

Das heißt, sie werden nur dann ausgezahlt, wenn sie für einen konkreten Zweck verwendet werden. 

 

 Wie kann ich diesen Betrag erhalten?

 

Um Leistungen dieser Art zu erhalten, muss die betreffende Person einen Pflegegrad haben. 

Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen müssen nicht eigens beantragt werden.

Allerdings erfolgt eine Kostenerstattung erst, wenn die Krankenkasse über die Kosten informiert wurde. Dazu ist es nötig, die entsprechenden Belege beizulegen. 

Dieser Antrag muss von der pflegebedürftigen Person selbst gestellt werden. Man muss ihn – mitsamt einem Nachweis über den Pflegegrad – an die Pflegekasse richten. 

 

 

Welche Leistungen können abgerechnet werden? 

 

* Tages- und Nachtpflege

* Kurzzeitpflege

* Verhinderungspflege (Die Verhinderungspflege kann nur unter der Bedingung mit dem Entlastungsbetrag bezahlt werden, sofern sie von einem professionellen Anbieter ausgeführt wird, der auch eine Rechnung stellen kann.)

* Bewältigung von allgemeinen oder pflegebedingten Anforderungen des Alltags z.B. unterstützende Anleitung für pflegende Angehörige / Nahestehende, Betreuung der Korrespondenz mit Behörden

* Organisation von individuell benötigten Hilfeleistungen

z.B. Organisation eines Hausnotrufgeräts, Hilfsmittelbesorgung

* Entlastung von pflegenden Angehörigen oder vergleichbar nahestehenden Pflegenden

z.B. Begleitung außerhalb des Hauses, Hilfestellung bei pflegebedingten Umbaumaßnahmen in der Wohnung

* Unterstützung im Haushalt

z.B. Haushalt reinigen, Zimmerpflanzen bewässern, Versorgung von Haustieren, die eigene Versorgung usw.

* Betreuungsleistungen

z.B. Beaufsichtigung zur Entlastung von pflegenden Angehörigen, Anregung und Unterstützung bei sozialen Kontakten

 

Nicht bezahlt werden können damit Leistungen des Pflegedienstes für die Körperpflege (An- und Auskleiden, große Toilette, kleine Toilette usw.), da dies über die Pflegesachleistungen finanziert wird.

 

 

 

 Was sollte ich noch wissen?

 

 

* Der Entlastungsbetrag von 125 Euro ist für jeden Pflegebedürftigen gleich hoch, unabhängig davon, in welchem Pflegegrad er eingestuft ist.

 

* Der Entlastungsbeitrag muss beantragt werden und wird nicht pauschal bzw. automatisch an den Pflegebedürftigen ausbezahlt. Das bedeutet, dass das Betreuungsgeld/die Betreuungsleistungen zweckgebunden ist

 

* Der Antrag muss NICHT VOR Inanspruchnahme der Leistungen gestellt werden. Es reicht, wenn der Antrag mit den Rechnungen eingereicht wird.

 

Der Entlastungsbeitrag muss nicht jeden Monat aufgebraucht werden. Sie haben die Möglichkeit, die Beträge zu sammeln, damit Sie dann zum Beispiel die Hotelkosten einer Kurzzeitpflege bezahlen können. Sie können damit quasi von Januar bis November das Betreuungsgeld ansparen, um dann für eine Kurzzeitpflege im Dezember die Hotelkosten zu finanzieren

 

Zugelassene Anbieter für Entlastungsleistungen zu finden ist leider nicht einfach.

Jede Pflegekasse muss Ihnen aber eine Liste mit anerkannten Anbietern aushändigen. Diese Liste enthält auch die Preise und Informationen, welche Leistungen angeboten werden.

 

 

 

 Wo finde ich eine qualifizierte Schulung?

 

Bei Fragen rund um das Thema Entlastungsleistungen können Sie sich gern an uns wenden. Wir sind eine zertifizierte Beratungsstelle und bieten selbstverständlich auch Schulungen zur Qualifikation an.

 

 

 

 

 

BeratungsZentrum Lebenszeit

Ansprechpartner: Ina Marhoffer

 

 

Chemnitzer Straße 3

 

047302 Leisnig

 

Tel. 034321 688257

 

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Wir beraten Sie gern auch zu anderen Fragen rund um soziale Belange älterer Menschen!

 

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